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Oulanka Nationalpark

Unweit der russischen Grenze im südlichen Lappland wurde 1956 der Oulanka Nationalpark gegründet, um das oberflächen- und artenmäßig vielseitige Gebiet dauerhaft zu schützen. Mehrere Flüsse ziehen durch die prägenden Taleinschnitte, die sich mancherorts zu Canyons zusammenziehen. Im Nordteil des Parks existieren schwer zugängliche Moore, welche Rückzugs- und Nistgebiete für zahlreiche Tiere darstellen. Neben vielen Vögeln kann man hier auch die “Großen 4” finden - Luchs, Wolf, Vielfraß und Bär. Dieses Glück wird vermutlich nur wenigen beschieden sein. Nach 2 Erweiterungen 1982 uns 1989 umfasst das Parkgebiet heute 230 km2.

 

Karhun kierros - Bärenrunde

Der Bär ist es auch, der als Namensgeber für einen der “Klassiker” unter Finnlands Wanderwegen hergehalten hat. Der “karhun kierros” (die Bärenrunde) verläuft zum größten Teil im Oulanka National Park und bietet Einblicke in eine beeindruckende Vegetation und sehr

schöne Flußabschnitte mit einigen Stromschnellen. Große Mischwälder bestimmen die meiste Zeit über das Bild.

Als Startpunkte kommen die Ortschaften Hautajärvi im Norden oder Ruka im Süden des National Parks in Frage, zusätzlich existieren Einstiegspunkte an den seitlichen Parkgrenzen. Wer die komplette Strecke von Hautajärvi nach Ruka zurücklegen möchte, hat 80 km zurückzulegen. Insgesamt sollten hierfür 4-5 Tage eingeplant werden. Es gibt zusätzlich eine kleine Rundwanderung (pieni karhun kierros), die von vielen Tageswanderern genutzt wird. Diese umfassenden Wandermöglichkeiten sorgen für einen regen Personenverkehr im Nationalpark.

Neben zahlreichen Feuerstellen existieren Schutzunterstände und am Hauptweg insgesamt 4 kostenlos zu benutzende Wildmarkhütten. Diese sind mit Holzöfen und Gaskochern ausgestattet, so dass die Mitnahme eines Campingkochers nicht unbedingt erforderlich ist. Da eine Hütte (Ansakämppi) im Dezember 2002 abgebrannt ist, lässt sich die Etappenplanung leider nicht mehr sonderlich flexibel planen. Es sei denn, man führt ein Zelt mit sich oder benutzt einen Unterstand als Schlafplatz. Dies empfiehlt sich besonders zur “ruska”, wenn die Finnen bevorzugt wandern gehen und die Wildmarkhütten zum Teil recht voll sind.

Die Höhenunterschiede halten sich in Grenzen und sind allesamt ohne Probleme zu bewältigen. Lediglich die, von Hautajärvi kommend, letzten 15 km vor Ruka sind recht anstrengend. In kurzer Folge werden mehrere steile Hügel überwunden, bis das Ziel erreicht ist. Zwischen Hautajärvi und Ruka verkehren Linienbusse. Der Fahrplan kann demjenigen, der am selben Tag sein Auto am Startpunkt erreichen möchte, zeitlich etwas unter Druck setzen. Daher ist eine vorausschauende Planung der Etappen sowie die Wahl des Einstiegspunktes hilfreich.

Karte: Genimap, Rukatunturi Oulanka (1:40.000)

  Kurzübersicht:

  Typ: Streckenwanderung

  Schwierigkeitsgrad: leicht - mittelschwer 

  Frequentierung: hoch

  Markierung: gut

Blick auf den Oulankajoki

Im Bereich des Kittkajoki gibt es einige schöne Schlafplätze

 

Der Rupakivi im Savinajoki

Diese Schutzhütten sind auch für Übernachtungen gut