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Im finnischen Teil Lapplands liegt der 1938 gegründete Nationalpark Pallas-Ounastunturi. Er umfasst 500 km2 und ist damit der drittgrößte Nationalpark Finnlands. Das Gebiet ist durch zahlreiche baumlose Hügel (tunturi) gekennzeichnet, welche sich mehr als 500 m über die umliegende Wildnis erheben. Entsprechend ist die Vegetation: mit zunehmender Höhe werden die Laub- und Nadelbäume kleiner, bis der für den Norden typische Krüppelwuchs unübersehbar ist. Ansonsten dominieren Beerensträucher und Rentierflechten das Bild. Rentiere, die allesamt im Besitz dreier Weidegenossenschaften sind, können häufig im Nationalpark angetroffen werden. Neben Elchen leben auch vereinzelt Luchse, Wölfe und Bären in der Umgebung. Diese sind jedoch so selten, dass besondere Vorsichtsmaßnahmen nicht empfohlen werden.
Hetta - Pallas Hotelli
In Längsrichtung folgt ein 55 km langer Wanderweg dem Verlauf der beiden Hügelketten des Ounastunturi und Pallastunturi. Wer mit dem
Auto anreist, sollte im Dorf Enontekiö starten.
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Dort existieren neben den notwendigen Fährmöglichkeiten über den Ounasjärvi (järvi=See) auch Autotransferdienste, welche gegen Bezahlung das Auto
von Enontekiö aus zum Endpunkt, dem Pallas-Hotel bringen. Für Bootsüberfahrt und KFZ-Transfer werden etwa 55 € fällig (Stand 2002). Alternativ können in beide Richtungen Busse in Anspruch genommen werden, was
allerdings zeitaufwändig und bei mehreren Personen nicht unbedingt viel günstiger ist. Informationen erteilen die Besucherzentren in Enontekiö und am Pallastunturi.
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Egal für welche Richtung man sich entscheidet – den Trekkingfreund erwarten über die gesamte Strecke einige Auf- und Abstiege über
mehrere hundert Höhenmeter. Doch diese Mühen lohnen sich allemal, denn jeder Aufstieg garantiert sehr schöne Aussichten über das umliegende finnische Lappland. Auch wenn 800 m kein Alpenniveau bedeuten,
so kann sich jeder Mensch angesichts der nahezu grenzenlosen Weite ringsherum winzig klein fühlen und den Augenblick genießen. Beeindruckend ist auch die fast baumlose, hügelige Fjäll-Landschaft im
Bereich des Ounastunturi. Ein Trost für Regenwanderer: sie wirkt insbesondere bei Nebel und Nieselregen ein wenig mystisch und vermag über das (nicht obligatorisch!) schlechte Wetter hinwegtrösten.
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Kurzübersicht:
Typ: Streckenwanderung
Schwierigkeitsgrad: leicht - mittelschwer
Frequentierung: allgemein gering
Markierung: sehr gut
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Die beste Wanderzeit dürfte der Spätsommer, insbesondere die 2. Septemberwoche sein. Nun neigt sich in Lappland die Laubverfärbung
(ruska) ihrem Höhepunkt entgegen, und Bäume und Beerensträucher explodieren in einer wahren Farbenpracht. Grüne, gelbe und rote Blätter finden sich manchmal an einem einzigen Baum und sorgen immer wieder
für Erstaunen. Die ersten Nachtfröste haben auch den letzten Mücken den Garaus gemacht, so dass einer unbeschwerten Wanderung nichts mehr im Wege steht. 6 kostenlose Wildmarkhütten mit Gaskocher, etwas
Kochgeschirr, Ofen und Feuerholz (1 Hütte incl. Sauna!) bieten komfortablen Schutz und Übernachtungsmöglichkeiten auf blanken Holzpritschen. Toiletten sind Standard. Die Zeit der ruska ist auch die
Hauptwanderzeit in Finnland. Daher können die Hütten (3-15 Schlafplätze) überfüllt sein, so dass ein Zelt von Vorteil ist. In diesem Fall ist allerdings eine wintertaugliche Ausrüstung obligat!
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Karte: Virkistyskartta Länsi-Lappi (1:100.000), in den Besucherzentren in Enontekiö und am Pallas erhältlich
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