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Salamajarvi Nationalpark

Der Salamajärvi Nationalpark wurde 1982 gegründet und umfasst 60 km2. Damit zählt er in Süd- und Mittelfinnland zu den größeren Nationalparks und bietet entsprechende Wandermöglichkeiten. Besonders interessant ist die kontrastreiche Landschaft, die manchmal stark an Lappland erinnert. Moorgebiete mit krüppelwüchsigen Bäumen wechseln sich mit den für Mittelfinnland typischen Wäldern ab. Das Terrain ist überwiegend flach, Abflussmöglichkeiten für Wasser gibt es kaum. Neben den Mooren sind daher zahlreiche kleine Gewässer zu finden. Diese regional einmalige Mischung zieht viele Vögel an, die hier bevorzugt nisten. Aus diesem Grund wurde ein Sperrgebiet eingerichtet, welches während der Aufzucht der Jungen nicht betreten werden darf. Eine weitere Besonderheit stellen freilebende Waldrentiere dar. Sie sind vom Wuchs her kräftiger als die in Lappland lebenden Rentiere und wurden hier nach ihrer Ausrottung in vergangenen Jahrhundert wieder angesiedelt. Im Park existieren rund 60 km markierte Wanderwege. Es gibt aber auch einen Rundwanderweg, welcher sich zum Teil außerhalb des Nationalparks befindet und hier vorgestellt wird. Der Salamajärvi Nationalpark ist ein richtig heißer Tip für Wanderfreunde, die den langen Weg nach Lappland scheuen oder aus Zeitmangel nicht antreten können, trotzdem aber auf dieses besondere Flair nicht verzichten möchten. Der Park befindet sich unweit der Stadt Viitasaari im Dreieck der Ortschaften Perho, Kivijärvi und Kinnula und ist über eine ausgeschilderte Schotterstraße gut zu erreichen.

Peuran polku

Etwa 62 km beträgt die Streckenlänge des Peuran polku (Rentierpfad), hierfür sollten 3-4 Tage veranschlagt werden. Als Startpunkt für diese wirklich abwechslungsreiche und sehr empfehlenswerte Wanderung bietet sich der Parkplatz am Koirasalmen kämmpä (Koirasalmi) im südlichen Bereich des Nationalparks an. Hier finden sich Zeltplätze und Übernachtungsgelegenheiten sowie Toiletten.

Zur Wanderung: entlang des Peuran polku gibt es einige ausgewiesene Zeltplätze und Lavus (Unterstände) sowie eine übernachtungstaugliche Tageshütte und im nördlichen Teil (außerhalb des Nationalparkgebietes) 2 offene Wildmarkhütten. An einer befindet sich eine frei zugängliche Sauna, die andere ist sehr klein und fasst nur 2 Personen!  Feuerstellen mit großzügigem Holzvorrat sind an jeder Schlafstelle vorhanden. Ein Kocher sollte mitgeführt werden, da Kochgelegenheiten (außer am offenen Feuer) fast gänzlich fehlen. Die Versorgung mit Frischwasser kann an mehreren Brunnen (Grundwasser) vorgenommen werden. Diese befinden sich im Umfeld der drei Hütten. Das Seewasser mag nach Abkochen genießbar sein, die Farbe ist auf Grund des moorigen Umfelds recht braun.

Die Planung der Etappen ist insbesondere davon abhängig zu machen, ob ein Zelt mitgeführt wird. In diesem Fall ist man recht unabhängig von der Hüttenbenutzung, was durchaus von Vorteil sein kann. Andererseits ist eine 30 km-Etappe auch kein Problem, da das Gelände flach ist und Feuchtgebiete auf Bohlen überquert werden können. Innerhalb des Nationalparkgebietes sind die Wanderwege gut ausgebaut. Außerhalb wird der Weg zum Teil schmal und führt stellenweise durch Dickicht.

2003 kamen wir auch an einigen forstwirtschaftlich genutzten Flächen vorbei, in deren Kahlschlagzonen die Markierungen nur schwer zu finden waren. Diese unliebsamen Begegnungen mit der engen Verknüpfung von Zivilisation und wirtschaftlichen Interessen regen um so mehr zum Nachdenken an, denn alle waldreichen Nationen leben vom Holzexport. Paradiese gibt es keine...

  Kurzübersicht:

  Typ: Rundwanderung

  Schwierigkeitsgrad: leicht

  Frequentierung: gering

  Markierung: sehr gut

Jeder Platz wird ausgenutzt

Weite Moorflächen bestimmen das Bild

Eine großzügige Wildmarkhütte...

Feuchtgebiete sind mit Planken durchzogen

... mit Sauna ist der Lohn für einen kalten und regnerischen Wandertag