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P. N. de las Canadas del Teide

Majestätisch erhebt der Teide sich über sämtliche Gebirge Teneriffas. Bereits hoch im Norden der Insel ist er bei entsprechender Witterung gut sichtbar und lockt den Trekkingbegeisterten! Der Teide ist das Herz des Parque Nacional de las Canadas del Teide und sein Kraterrand als höchster Punkt liegt in einer Höhe von immerhin 3.718 m. Die den Vulkan umgebende Landschaft ist bizarr. Ginster und Gräser sind oft die einzigen Anzeichen von Leben in dieser öden Gegend. Bims- und Lavagestein prägen die Szenerie. Es ist trocken und heiß! Der Nationalpark bietet viele Wandermöglichkeiten. Die Krönung, die Besteigung des Teide, ist an dieser Stelle beschrieben.

Pico de Teide

Als Startpunkt zur Besteigung des Teide bietet sich El Portillo (1.980m) an. Von dort aus kann der Trekkingfreund erst einige Kilometer durch die oben beschriebene Mondlandschaft gehen, den Teide immer fest im Blick. Vorfreude ist die schönste Freude! Anfangs geht es gemächlich bergauf, vorbei an den schwarzen “Huevos”, fast runden Steinen, die durch das Rollen durch abfließende Lava immer größer geworden sind (Schneeballprinzip). Mit erreichen des Vulkans führen enge Serpentinen bergauf. Wir passieren mächtige, fast scharze Lavastraßen, die einen interessanten Kontrast zum beigen Bimsstein bilden. Auf einer Höhe von 3.260m erreichen wir das Refugio Altavista. Diese unbewirtschaftete Schutzhütte bietet maximal 50 Wanderern Platz. Fließendes Wasser ist vorhanden, auch ein Gaskocher steht zur Verfügung. Eine vorherige telefonische Reservierung ist dringend empfohlen, da der Teide ein Magnet für viele Wanderer (auch große Gruppen) ist.

Nach einer Übernachtung geht es für die meisten Wanderer 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang los zum Gipfel. Der Weg ist mit guten Stirnlampen kaum zu verfehlen. Erstes Etappenziel ist die Seilbahnstation, von hier aus sind es noch ca. 30 Min. Aufstieg zum Gipfel. Bei klarem Himmel bieten sich (so haben wir uns sagen lassen) gigantische Ausblicke. Ist der Himmel wolkenverhangen, drängt keine Eile - es fehlen zwar die ultimativen optischen Effekte, doch der Weg ist ja das Ziel, und Hochstimmung kommt spätestens beim Erreichen des Kraters auf.

Wer nicht im Refugio Altavista schläft oder erst später aufsteigt, benötigt für die Gipfelbesteigung ab der Seibahnstation eine Genehmigung, die persönlich im Nationalparkbüro in Santa Cruz (Calle Emilio Calzadilla 5, 4. Etage) beantragt werden muß! Ab 9.00 Uhr wird kontrolliert, die Aufenthaltsdauer in Gipfelnähe ist beschränkt. Grund sind die Touristenanstürme, die an Betriebstagen der nur bei gutem Wetter fahrenden Seilbahn zu verzeichnen sind. Bitte bringen Sie eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses mit zum Nationalparkbüro. Diese kann in einem Geschäft auf der gegenüberliegenden Straßenseite angefertigt werden. Die Erteilung der Genehmigung ist eine reine Formsache, erfolgt sofort und ist sogar kostenlos (Stand 2003).

  Kurzübersicht:

  Typ: Streckenwanderung (2 Tage)

  Schwierigkeitsgrad: schwer

  Frequentierung: hoch

  Markierung: ausreichend

Dürreopfer Ginsterstrauch

Noch einige Anmerkungen zur Teide-Besteigung

Der Vulkan ist “nur” gut 3.700m hoch, birgt aber alle hochgebirgstypischen Gefahren! Wir erlebten einen radikalen Wetterumschwung binnen kurzer Zeit, haben deshalb die Gipfelbesteigung um 24 Stunden verschoben und einen Tag im Refugio verbracht. Trotz miserabler Wetterbedingungen (Nebel, Regen) sind einige Personen aufgestiegen und kamen unterkühlt und durchnässt zurück. Einer hat den Rückweg nur durch Zufall gefunden. Ein Kind hat typische Symptome der Höhenkrankheit gezeigt (deutlich ausgeprägte Atemnot) und war erst nach dem Abstieg wieder beschwerdefrei.

Wir selbst brachen bei moderatem Wind auf und erlebten auf dem Gipfel sturmartige Böen. Während am Fuß des Vulkans kurze-Hose-Wetter herrschte, waren oben Mütze und Handschuhe erforderlich. Welch Gegensätze.

Startpunkt El Portillo - den Teide fest im Blick

Wertvolle Einrichtung: das Refugio Altavista ist ca. 100 Jahre alt

Die “huevos” bilden einen interessanten Kontrast zum beigen Bims.

Der “pico” ist der Lohn für alle Plackerei