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Aspiring National Park

Der 3555 km2 große Mount Aspiring National Park besticht als Ausläufer der südlichen Alpen durch seinen alpinen Charakter und eine enorm breite Palette an Trekkingmöglichkeiten. Sowohl hoch frequentierte Great Walks als auch unbekanntere, aber letztlich genauso reizvolle Tracks durchziehen Berge und abwechslungsreiche Täler. In höheren Regionen sind Keas beheimatet und sorgen für Amüsement oder auch Ärgernis – falls man Teile der Ausrüstung im Freien vergessen hat. Namensgeber für den Park ist der 3027 m hohe Mt. Aspiring, auf den sich gelegentlich grandiose Ausblicke ergeben können.

Als Ausgangspunkte für Trekkingtouren bieten sich die Orte Wanaka, Glenorchy oder die Touristenhochburg Queenstown an.

 

Der Rees-Dart Track

Mit dem 82 km langen Rees-Dart Track führt ein wunderschöner Wanderweg durch die Bergwelt der Forbes Mountains. Hierbei werden 2 Täler und ein alpiner Sattel (Rees

Saddle, ca 1700 m) durch- bzw. überquert. Der Track beginnt recht einfach mit einer Wald- und Wiesenwanderung durch das Rees Valley. Flussquerungen und kleinere Sumpfgebiete können für nasse Füße sorgen, mit ein wenig Glück verhindern Gamaschen allerdings das Schlimmste. Der Anspruch steigt bereits zum Ende des ersten Tages, wenn die Berge erreicht werden. Die Shelter Rock Hut bietet sich zur Übernachtung an. Bis zum Erreichen des Dart Valley am letzen Tag gehören Anstiege fortan zum Tagesgeschäft.

Höhepunkt ist sicher ein Abstecher zum Cascade Saddle mit einer anschließenden Erklimmung des Pylon, nur wenige Kilometer weiter. Von hier aus bieten sich bei schönem Wetter tolle Ausblicke auf die umliegenden Berge, unter ihnen der Mt. Aspiring. Der Dart Glacier wird an diesem Extratag passiert.

Für Unruhe an der Dart Hut sorgen regelmäßig einfallende Keaschwärme. Diese lustigen Gesellen zerstören alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Also: keine Gegenstände unbeaufsichtigt im Freien liegen lassen – sie könnten es nicht überstehen. Dies kann ebenfalls für die Shelter Rock Hut gelten. Wer von der Dart Hut aus dem eigentlichen Wegverlauf folgen möchte, erreicht nach einer Tageswanderung die Daleys Flat Hut (Achtung Sandflies!), und am Folgetag den Parkplatz am Muddy Creek.

Alternativ zum regulären Verlauf des Rees-Dart Track kann vom Pylon aus ein sehr steiler Abstieg zur Aspiring Hut gewählt werden. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer zum Parkplatz am Raspberry Creek.

Fazit: der Rees-Dart Track ist nicht so überlaufen wie andere Wege auf der Südinsel, steht in seiner Schönheit den Great Walks aber in nichts nach. Bei Sonnenschein sicher ein unvergessliches Erlebnis.

Bustransfers zum Anfangspunkt und Abholung vom Parkplatz am Muddy Creek (Paradise) sind zum Beispiel in Glenorchy problemlos zu organisieren.

  Kurzübersicht:

  Typ: Streckenwanderung (4-5 Tage)

  Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

  Frequentierung: mittel

  Markierung: gut

Karte: Parkmap Mount Aspiring 272-02 (1:150:000)

Auf dem Weg zur Dart hut

An der Dart hut...

Namensgeber des Nationalparks: der Mt. Aspirig

Der Dart glacier

... herrscht regelmäßig Kea-Alarm. Diese neugierigen Bergpapageien leben ausschließlich in den Höhenlagen Neuseelands und treten in Verbänden auf!

Der Greenstone Track

ist eine einfache, 36 km lange Wanderung durch das Greenstone Valley. Der Start befindet sich an einem Parkplatz am Lake Wakatipu und kann per Auto oder Boot erreicht werden. Wälder, weite Tussockgrasebenen und Weideland sind die Szenerie für 2-3 Tage. Schwierige Steigungen gibt es nicht. Da der Greenstone Track am Lake Howden Anschluss an den Routeburn Track findet, kombinieren viele Trekkingfreunde diese beiden Wanderungen. Ich empfehle in diesem Fall erst die Begehung des Greenstone Track, da dieses schöne Tal eine gute Einstimmung auf die noch folgenden tollen Ausblicke während des Routeburn Tracks ist. Anders herum könnte eher eine Form von Langeweile aufkommen, was jedoch nicht primär am Greenstone Valley liegt, sondern eher an der Faszination der der Bergwelt des Routeburn Tracks. 3 Hütten bieten sich als Übernachtungsmöglichkeit an.

  Kurzübersicht:

  Typ: Streckenwanderung (2-3 Tage)

  Schwierigkeitsgrad: einfach

  Frequentierung: mittel

  Markierung: gut

Wem der Routeburn Track zu überlaufen ist, dem steht als Alternative die Begehung des Caples Track an. Dieser verläuft weiter nördlich, auf der gegenüberliegenden Seite der Ailsa Mountains und kann mit dem Greenstone Track zu einer Rundwanderung kombiniert werden. Doch auch die Kombination Caples-Routeburn ist problemlos möglich.

Karte: Trackmap Routeburn & Greenstone 335-02 (1:75.000)

links: das Greenstone Valley

rechts: Übergang zum Fjordland N.P.

Die Mid Greenstone Hut bietet einen beeindruckenden Ausblick auf das Greenstone valley

Der Routeburn Track

Als eine der schönsten Gebirgswanderungen Neuseelands folgt der ca. 39 km lange Routeburn Track einem gut ausgebauten Weg durch die Southern Alps und führt hierbei sowohl durch den Aspiring- als auch durch den Fjordland National Park. Da dieser Track sehr beliebt ist und zum Great Walk System gehört, sind Übernachtungen in den sehr großen Hütten (bis zu 50 Schlafplätze) kostspielig und müssen zwingend reserviert werden. Dafür werden Gaskocher vorgehalten, was einen Hauch von Luxus aufkommen lässt. Das Aufkommen an Wanderern im Sommer ist sehr hoch und wirkt trotz der ablenkenden Schönheit der Natur zeitweise doch störend, zumal nicht nur Individualtouristen unterwegs sind. Auch geführte Wanderungen werden angeboten,  und so sind Gruppen von bis zu 20 Menschen nicht ungewöhnlich. Einziger Trost: diese Personen schlafen in privaten Hütten und reduzieren das ohnehin knappe Angebot nicht zusätzlich. Der Routeburn Track ist in zwei Richtungen begehbar, die Start- oder Endpunkte (Parkplatz am Routeburn Shelter und an der Divide) werden von Transferbussen angefahren. Als Ausgangspunkte kommen die bereits erwähnten Ortschaften (z.B. Glenorchy) in Frage.

Und was erwartet den Trekkingfreund? Die Berge des Fjordland National Park werden nicht zu unrecht auch „Mountains Of Water“ genannt. Grund sind die hohen Niederschlagsmengen, die in dieser Region herabregnen. Als Folge können zahlreiche Wasserfälle bewundert werden (beeindruckend: die Earland Falls). Ein Urwald wird ebenso durchwandert wie Mischwälder. Höhepunkt ist jedoch eindeutig die Etappe durch die Berge (Mackenzie Hut – Routeburn Falls Hut). Grandiose Ausblicke auf das Hollyford Tal (hier verläuft auch der Hollyford Track), die Martins Bay oder den Mt. Earnslaw und die Routeburn Flats sind unvergesslich. Eine Besteigung des Conical Hill (1515 m) nahe des Harris Saddle sollte sich niemand entgehen lassen.

Mit etwas Glück lassen sich auch Keas beobachten. Steigungen sind auf einem alpinen Wanderweg unvermeidlich. Mit etwas Kondition sind diese allerdings gut zu meistern, und riskante Kletterpartien sind auf Grund des guten Wegausbaus nicht zu befürchten. Licht und Schatten gegenübergestellt, ist der Routeburn Track bestimmt eine lohnenswerte Wanderung. Die Menschenmengen können umgangen werden, wenn ein Termin außerhalb der Hauptwanderzeit (Januar–März) gewählt wird.

Karte: Trackmap Routeburn & Greenstone 335-02 (1:75.000)

  Kurzübersicht:

  Typ: Streckenwanderung (2-3 Tage)

  Schwierigkeitsgrad: mittelschwer

  Frequentierung: stark

  Markierung: gut

Häufig zu bestaunen: Urwälder

Blick auf das Upper Hollyford Valley

Die Earland falls