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V. Concepción

Eine beschwerliche Tageswanderung führt auf einem schwer zu findenden Trampelpfad zum Krater des aktiven und rund 1.800 Meter hohen Vulkans “Concepción”. Hier lohnt es sich wirklich einen Führer zu engagieren.

In den frühen Morgenstunden beginnt die Tour und folgt anfangs entlang einiger Felder in richtung Dschungel. Ist dieser erreicht, geht es stets bergauf. Brüllaffen lassen sich blicken und verkünden laut ihren Unmut ob der lästigen Störung durch Wanderer. Einige kleine Bananenplantagen liegen am Wegesrand. Die reifen Früchte sind ungewohnt schmackhaft (kein Vergleich zu den in Deutschland zu erwerbenden Früchten) und stillen den aufkommenden Hunger. Schnell macht sich auch Durst breit - Wasser ist in genügender Menge (einige Liter) mitzunehmen.

Ist der Urwald passiert (etwa nach 1/3 des Weges), geht es rutschig zu. Geröllhalden sind zu überqueren und machen die Wandrung zu einem Kräfte zehrenden ereignis. Bei gutem Wetter jedoch bieten sich von nun an Ausblicke auf den Lago de Nicaragua und die Insel Ometepe. Mit Erreichen des Kraters fällt das Atmen dann immer schwerer: die Schwefeldämpfe reizen die Atemwege, und so bleibt die Erholungspause nur kurz. Freiwillig strebt die Gruppe wieder in tiefere Gefilde, wo sich schöne Plätze zum Ausruhen anbieten.

Das Wetter schlägt hier schnell um: während es am Morgen oft bedeckt ist, kann gegen Mittag die Sonne scheinen. Wie so oft, scheint auch hier der Berg sein eigenes Wetter zu produzieren! Bei Regen dürfte sich der Pfad allerdings in eine Rutschpiste verwandeln! Bei Trockenheit allerdings stiebt lediglich Staub in großen Wolken auf, wenn der Dschungel durchquert wird.