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Denali National Park

Denali National Park

In Zentralalaska liegend, ist der 1.234 km2 große Denali National Park ein Refugium für zahlreiche wildlebende Tiere und vereinigt 2 Landschaftstypen. Während der südliche Teil eher taigaähnlich ist, kann im nördlichen Bereich bereits die typische Vegetation der Tundra erkannt werden. Feuchtflächen, karge Ebenen und krüppelhafter Baumwuchs dominieren. Große Populationen von Bären, Wölfen, Karibus und Elchen sowie zahlreichen anderen kleineren Wildtieren ziehen jährlich Tausende von Menschen an. Zusätzlich treffen sich in diesem Gebiet zahlreiche Bergsteiger, die eine Exkursion zum Mt McKinley (Mt. Denali, 6000 m) planen. Anders als in überfüllten amerikanischen Nationalparks hat man es hier geschafft, touristische Aktivitäten und die Bedürfnisse der Tiere miteinander zu kombinieren. So herrscht im Park der Grundsatz, dass jede Übernachtung auf den 4 betriebenen Campingplätzen oder im Hinterland reserviert sein muss. Auf diese Weise wird der Besucherstrom sinnvoll reguliert. Privatfahrzeuge sind hinter einem bestimmten Punkt verboten, ab hier sind die den Tieren vertrauten Shuttlebusse das einzige Fortbewegungsmittel. Aufklärungsprojekte der Parkranger zeigen Erfolge: weder hat es im Denali National Park bisher einen tödlichen Bärenzwischenfall gegeben, noch findet man hier liegengelassenen Müll oder andere unerwünschte Spuren menschlicher Besucher. Es scheint, als

seien die Touristen bestens auf ihren Aufenthalt vorbereitet worden. Abendliche naturbezogene Fortbildungseinheiten werden angeboten und finden auch großen Anklang. Dass diese Angebote nicht kostenlos zu haben sind, dürfte klar sein. Neben den Übernachtungsgebühren sind Eintrittsgeld und Shuttlebusgebühren zu zahlen. Trotz dieser vergleichsweise hohen Kosten ist der Besuch des Denali National Parks definitiv lohnenswert.

 

Aufenthalt im Denali National Park

Sich im Denali National Park aufzuhalten, bedeutet, sich den Weg durch unmarkiertes Hinterland zu suchen und ständig auf Kontakt mit den dort lebenden Tieren vorbereitet zu sein. Markierte Pfade existieren nicht. Trotzdem sind Bergwanderungen ebenso möglich wie Exkursionen in den Weiten der Tundra oder von Gletscherbächen durchzogenen Tälern. Sumpfige Stellen und Flussquerungen verheißen nasse Füße. Gamaschen sind daher sicherlich hilfreich, reichen aber nicht in allen Fällen aus. Die Größe des Nationalparks sorgt dafür, dass sich die Anzahl der Wanderer im Hinterland verliert. Einige Parkbereiche sind aus Rücksichtnahme auf die Tiere für Wanderer (oder auch umgekehrt) gesperrt. Dies gilt z.B. für Gebiete, die besonders reich an Bären sind. Mit Hilfe von Warnschildern wird auf diese mögliche Bedrohung hingewiesen. Wenn Sie einen Kompass zur Hand haben, dürfte die Orientierung nicht sonderlich schwer fallen. Lang durch den für Touristen geöffneten Teil des Parks zieht sich eine Schotterstraße. Die regelmäßig vorbeifahrenden Busse halten auf ein Handzeichen hin, so dass der Weg zurück zum Ausgangspunkt gesichert ist. Hinweise zu lohnenswerten Wanderrouten geben die Parkranger. Sie können auch Tipps geben, welche Tiere wo am besten zu beobachten sind. Karten zur Orientierung sind in den Informationszentren des Nationalparks zu erwerben. Es gibt auch deutschsprachige Literatur, so dass ein reger Informationsfluss gesichert ist.

Auch wenn die Tiere menschlichen Kontakt zumindest kennen, darf nicht vergessen werden, dass sie dennoch wildlebend sind. Daher sind unter allen Umständen die entsprechenden Grundregeln einzuhalten.

  Kurzübersicht:

  Art: Hinterlandwanderungen

  Schwierigkeitsgrad: einfach - schwer

  Frequentierung: gering - mittel

  Markierung: ohne

Murmeltier auf Wachposten

Viele Besucher kommen wegen der großen Population von Grizzlybären

Der Indian Summer verwandelt Büsche, Sträucher und Bäume in farbenfrohe Gebilde

Elche halten sich besonders im Bereich des Wonder Lakes auf

Das Auftauchen des Mt. McKinley aus der Wolkendecke wird oft vergeblich erwartet