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Bis Dawson City gibt es nur eine Möglichkeit, Proviant aufzufüllen. Carmacks (nach etwa 320 km) ist ein Dorf mit wenigen hundert
Einwohnern und bietet alle wichtigen Einrichtungen. Einkäufe sind ebenso möglich wie Telefonate oder ein Besuch im Pub - für so manchen sicher eine sehr willkommene Einrichtung. Doch Vorsicht! So gut und
wichtig Vertrauen auch sein mag - das Kanu sollte nicht unbewacht am Ufer zurückgelassen werden. Unangenehme Berichte von Langfingern waren zu hören; ein eher untypisches Problem in der Wildnis
Nordamerikas.
Der Yukon River ist anfangs ein sehr gemächlich dahinfließender Strom. Mit zunehmender Reisedauer weitet sich das Flußbett merklich auf,
und je mehr Flüsse und Bäche in ihn münden, desto stärker wird natürlich die Strömung. Kleine Wirbel erfordern ständig Aufmerksamkeit. Stromschnellen gibt es auf den 720 km nach Dawson City nur zwei: die
Five-Finger-Rapids kurz hinter Carmacks, und die harmloseren Rink Rapids kurze Zeit später. Wer sich jeweils ganz rechts hält, dürfte keine Probleme bekommen.
Faszinierend ist natürlich das Tierleben auf dieser Reise. Biber sind ständige Begleiter der Kanuwanderer. Kann man sie selbst auch
nicht ständig sehen, so sind ihre Burgen überall verstreut. Teilweise monströse Bauten sorgen dafür, dass die Fließrichtung erheblich beeinflusst wird.
Hier ist immer Obacht geboten! Elche -häufig auch mit Nachwuchs- kommen zum Trinken und Baden an den Fluß, und Bären (meistens
Schwarzbären) können mit etwas Glück ebenfalls beobachtet werden. Weißkopfseeadler sitzen häufig in den Bäumen und bleiben für unaufmerksame Naturfreunde unentdeckt. So beeindruckend dies alles auch sein
mag - es darf nicht vergessen werden, dass wir als Beobachter in den Lebensraum der Tiere einbrechen und uns entsprechend verhalten sollten. Störungen müssen weitestgehend vermieden werden, und bei der
Auswahl der Nachtlager sollte immer bedacht werden, dass hungrige Bären auch menschliche Lebensmittel verspeisen. Wer seinen Proviant im Zelt verstaut, darf sich über ungebetenen Besuch nicht wundern.
Immer gefährlich sind Tiere mit Nachwuchs. Auch der auf den ersten Blick so unbeholfen wirkende Elch kann, wenn er sich bedroht fühlt, zur ernsten Gefahr werden.
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