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Yukon River

Yukon River

Über 3.200 km schlängelt sich der Yukon River durch Kanada und Alaska bis zur Beringsee. Die historische Bedeutung dieses Flusses als Verkehrsweg ist beträchtlich. Früher galten die Wasserwege als einzige Möglichkeit, große Distanzen in einer angemessenen Zeit zu überbrücken. Handelsplätze und Siedlungen entstanden vorzugsweise an ihren Ufern. Heute ist auch der Yukon River touristisch erschlossen. In Whitehorse, der Provinzhauptstadt des kanadischen Yukon Territory, sind mehrere Unternehmen ansässig, die wahlweise Kanus oder Kajaks für eine Tour verleihen. Beliebt ist die Strecke von Whitehorse bis zur alten Goldgräberstadt Dawson City am Klondike River. Ca. 740 km sind zurückzulegen, bis man nach etwa 14 Tagen diesen historischen Ort erreicht.

Denkbar ist aber auch eine Verlängerung bis Eagle, Circle oder gar bis zur Beringsee. Ist in den Sommermonaten eine große Anzahl Flussreisender unterwegs, so verlieren sich die Boote im Laufe der Zeit, und das Gefühl der Ruhe und Abgeschiedenheit kann ausgiebig genossen werden. Spätestens ab Dawson City, dem Ende der “Touristenstrecke”, kann man sich wirklich abgeschieden vorkommen.

Bis Dawson City gibt es nur eine Möglichkeit, Proviant aufzufüllen. Carmacks (nach etwa 320 km) ist ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern und bietet alle wichtigen Einrichtungen. Einkäufe sind ebenso möglich wie Telefonate oder ein Besuch im Pub - für so manchen sicher eine sehr willkommene Einrichtung. Doch Vorsicht! So gut und wichtig Vertrauen auch sein mag - das Kanu sollte nicht unbewacht am Ufer zurückgelassen werden. Unangenehme Berichte von Langfingern waren zu hören; ein eher untypisches Problem in der Wildnis Nordamerikas.

Der Yukon River ist anfangs ein sehr gemächlich dahinfließender Strom. Mit zunehmender Reisedauer weitet sich das Flußbett merklich auf, und je mehr Flüsse und Bäche in ihn münden, desto stärker wird natürlich die Strömung. Kleine Wirbel erfordern ständig Aufmerksamkeit. Stromschnellen gibt es auf den 720 km nach Dawson City nur zwei: die Five-Finger-Rapids kurz hinter Carmacks, und die harmloseren Rink Rapids kurze Zeit später. Wer sich jeweils ganz rechts hält, dürfte keine Probleme bekommen.

Faszinierend ist natürlich das Tierleben auf dieser Reise. Biber sind ständige Begleiter der Kanuwanderer. Kann man sie selbst auch nicht ständig sehen, so sind ihre Burgen überall verstreut. Teilweise monströse Bauten sorgen dafür, dass die Fließrichtung erheblich beeinflusst wird.

Hier ist immer Obacht geboten! Elche -häufig auch mit Nachwuchs- kommen zum Trinken und Baden an den Fluß, und Bären (meistens Schwarzbären) können mit etwas Glück ebenfalls beobachtet werden. Weißkopfseeadler sitzen häufig in den Bäumen und bleiben für unaufmerksame Naturfreunde unentdeckt. So beeindruckend dies alles auch sein mag - es darf nicht vergessen werden, dass wir als Beobachter in den Lebensraum der Tiere einbrechen und uns entsprechend verhalten sollten. Störungen müssen weitestgehend vermieden werden, und bei der Auswahl der Nachtlager sollte immer bedacht werden, dass hungrige Bären auch menschliche Lebensmittel verspeisen. Wer seinen Proviant im Zelt verstaut, darf sich über ungebetenen Besuch nicht wundern. Immer gefährlich sind Tiere mit Nachwuchs. Auch der auf den ersten Blick so unbeholfen wirkende Elch kann, wenn er sich bedroht fühlt, zur ernsten Gefahr werden.

  Kurzübersicht:

  Typ: Kanuwanderung

  Schwierigkeitsgrad: leicht - mittelschwer

  Frequentierung: mittel

  Markierung: entfällt

Als ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten liegt die “Evelyn” auf einer Insel und regt die Phantasie der Besucher an...

Karten: Flusskarten in Handbuchformat in Whitehorse erhältlich (Buchhandlung)

Mächtig windet sich der Yukon durch Nordamerika

Fisch frisch auf den Tisch!

 

Die “Five Finger Rapids” flößen auf den ersten Blick Respekt ein.

Der Lake Laberge ist bekannt für Wetterumschwünge

Elche kreutzten häufig unseren Weg

Auch heute wird in Dawson City noch Gold gefördert.

Für Informationen zum Goldrausch bitte das Bild anklicken!