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Schottland

Oh, Schottland! Jetzt umfassend über diesen Teil Großbritanniens eingehen zu wollen, würde den Rahmen sprengen. Einige (zugegeben sehr vereinfachende) Fakten sollen genügen: in der südlichen Hälfte ist Schottland eher eben bis hügelig, hier findet sich auch die Vielzahl der größeren Städte und Industriezentren. In der Nordhälfte findet der Trekkingfreund sein Eldorado – die Highlands. Wem das nicht genügt, der kann auf den zahlreichen Inseln ursprüngliches Leben kennen lernen.

Trekking ist im Sommer problemlos möglich, extreme Bedingungen finden sich im Winter. Das „Jedermannsrecht“ ermöglicht Wandervergnügen pur, denn die Wege führen über weite Teile über Privatbesitz. “Bothys” heißen die zur Nutzung offen stehenden Schutzhütten und sind entlang vieler Wege zu finden. Grundsätzlich empfiehlt sich jedoch die Mitnahme eines Zeltes.

Noch einige Worte zum Wetter: Regen und Dunst gehören zu weiten Teilen Schottlands einfach dazu. Man sehe es positiv: die Feuchtigkeit verleiht den Bergen ein ganz besonderes Flair. Wenn der Nebel in die Täler kriecht, ergeben sich ungeahnte stimmungsvolle Momente, die bei Sonnenschein so nicht möglich wären. Das ist jedoch auch mit Gefahren verbunden, denn trotz des fehlenden hochalpinen Charakters drohen Orientierungslosigkeit und Unterkühlung. Daher sollte man nie schlecht ausgerüstet oder zu leichtsinnig in den Bergen

Schottland ist das Land der Schafherden

wandern. Die große Feuchtigkeit sorgt natürlich auch für morastigen Boden, der gelegentlich als Herausforderung betrachtet werden kann.

Um nicht missverstanden zu werden. Natürlich kann es regnen, doch genauso sind ausgedehnte Schönwetterperioden möglich! Es ist wie überall: sometimes you win, sometimes you loose!

Die Schotten habe ich als sehr aufgeschlossen und hilfsbereit, aber auch ungemein patriotisch kennen gelernt. Die Konkurrenz zu den Engländern ist überall gegenwärtig, daher sollte sich der Besucher etwas mit der Historie des Landes vertraut machen, um nicht ungewollt in einen großen Fettnapf zu treten. „Braveheart“ gilt als der Kultfilm schlechthin und vermittelt erste Einblicke in diese Thematik.

Da Großbritannien den Euro (noch) nicht eingeführt hat, ist das britische Pfund (Schottland besitzt sogar eigene Banknoten) die offizielle Währung.